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Unglücklich im Job: Was tun, wenn der Job zur Qual wird

Unglücklich im Job

Wenn Sie bei diesem Artikel angelangt sind, dann kennen Sie bereits das Gefühl, morgens aus dem Bett aufzustehen und bei dem Gedanken an Ihre Arbeit am liebsten zuhause zu bleiben.

In diesem Artikel geht es allerdings nicht um kurzfristige Durchhänger oder nervige Montage. Hier geht es um Arbeit, die auf Dauer zur persönlichen Belastung wird und dafür sorgt, dass Sie aufgrund dessen unglücklich mit Ihrem Leben sind.

Erfahren Sie hier mehr über die 5 häufigsten Ursachen für unzufriedenheit im Job, was Sie konkret gegen die Situation tun können und ab wann Sie darüber nachdenken sollten, Ihren Job zu wechseln.

Wieso sind Menschen unglücklich im Job?

Bevor man das Problem angehen kann, muss man herausfinden, was einen wirklich unglücklich im Job macht. Ist es ein konkretes Problem oder eine Mischung unterschiedlicher Faktoren? Für die meisten ist dieser Part noch der einfachste, da sie oft wissen, weshalb sie unglücklich im Job sind. Das eigentliche Problem zu lösen, ist meist der wesentlich schwierigere Teil.

Übrigens:

Auch aktuelle Studien zur Jobzufriedenheit zeigen, dass fast jeder zweite Deutsche dazu bereit wäre, seinen Job zu wechseln.

Im nächsten Abschnitt erörtern wir die 5 häufigsten Gründe, weshalb Menschen unglücklich im Job sind und was Sie konkret dagegen tun können, wenn Sie eines dieser Probleme plagt.

Zu geringes Gehalt

Einer der häufigsten Gründe, weshalb Menschen unglücklich im Job sind und oft die Konsequenz der Kündigung in Betracht ziehen, ist ein zu geringes Gehalt.

Aber woran liegt das?

Hier gibt es zwei Faktoren, die eine Rolle spielen:

  • Das Gehalt als Grundlage des Lebensstandards: Sei es ein neues Handy, ein größeres Auto oder aber ein Haus, um eine Familie zu gründen. Wir alle streben nach Weiterentwicklung und einem höheren Lebensstandard. In unserer heutigen Gesellschaft ist dies vollkommen natürlich und dafür benötigen wir Geld. Lange Durststrecken, in denen das Gehalt und somit der Lebensstandard nicht erhöht wird, lassen uns automatisch unglücklich werden. Da der Ursprung dieses Stillstands im zu niedrigen Gehalt liegt, projizieren wir diese Gefühle auch auf unsere Arbeit. Uns kann die Arbeit noch so viel Spaß machen, wer im privaten Leben nicht vorankommt, der wird irgendwann unglücklich.
  • Das Gehalt als Ausdruck der Wertschätzung: Gehalt ist nicht nur dazu da, uns einen höheren Lebensstandard zu ermöglichen. Es ist auch ein Ausdruck von Wertschätzung seitens des Arbeitgebers. Es drückt in konkreten Zahlen aus, wie viel dem Arbeitgeber die geleistete Arbeit wert ist. Empfinden wir das gezahlte Gehalt im Verhältnis zur Leistung als zu gering, dann fühlen wir uns nicht wertgeschätzt. Diese fehlende Wertschätzung sorgt dafür, dass wir unglücklich im Job werden.

Lösung

Sprechen Sie mit Ihrem Arbeitgeber! Natürlich liegt dieser Lösungsansatz nahe, allerdings trauen sich die wenigsten Menschen diesen Schritt frühzeitig zu gehen und gehen dieses Gespräch dann auch meist falsch an.

Es geht nicht darum, den Arbeitgeber auszunehmen und immer mehr Gehalt zu fordern. Man muss hier realistisch bleiben und seinem Arbeitgeber Optionen bieten sowie das Gespräch auf einem neutralen Level halten.

  • Erörtern Sie anhand von Beispielen, weshalb Sie das aktuelle Gehalt nicht mehr als gerechtfertigt im Verhältnis zu Ihrer Arbeit sehen und weshalb Sie sich dadurch mehr Anerkennung wünschen.
    Haben Sie neue Fähigkeiten erlernt? Übernehmen Sie mehr Verantwortung? Haben Sie etwas Besonderes geleistet? Sind Sie besonders lange im Unternehmen und somit loyal?
  • Fragen Sie Ihren Arbeitgeber, was er sich von Ihnen wünscht und in welche konkrete Richtung Sie sich entwickeln sollen, um den nächsten Schritt in eine höhere Gehaltsklasse zu gehen.
    Hier ist es wichtig, dass wirklich konkrete Ziele von beiden Parteien festgesetzt werden und der nächste Termin zur Besprechung des Gehaltes festgelegt wird.

Es gehört leider sehr viel Geschick zu solchen Gesprächen und auch der Chef muss Empathie mitbringen, um seinen Angestellten zu verstehen. Es ist allerdings wichtig, dass Sie die Erhöhung mit konkreter Leistung verbinden, um auch Ihren Chef zu überzeugen.

Mangelnde Anerkennung beziehungsweise Wertschätzung im Job

Wertschätzung kann nicht nur auf Basis von Gehalt ausgedrückt werden, sondern auch mit kleinen Gesten. Wessen Leistung keinerlei Wertschätzung beziehungsweise Anerkennung erfährt, der wird auf lange Sicht sehr sicher unglücklich im Job werden.

Sei es nach einem großen Projekt oder stetigem Wachstum. Es gehört zur Natur des Menschen, dass wir Anerkennung für unsere Taten möchten und wir brauchen sie auch, um langfristig motiviert zu bleiben.

Hier muss man allerdings auch zwischen Lob und Anerkennung unterscheiden, denn Lob ist meistens nur kurzweilig, wobei Anerkennung langfristig wirkt, in dem die ganze Arbeit der Person wertgeschätzt und als wichtig erachtet wird.

Die Person fühlt sich als ein wichtiger Teil eines großen Ganzen.

Doch was kann man tun, wenn die Arbeit beziehungsweise Leistung nicht anerkannt wird?

Lösung

Auch hier sollten Sie das Gespräch mit dem Arbeitgeber oder der Person suchen, deren Anerkennung Ihrer Arbeit wichtig für Sie ist.

Weisen Sie die Person darauf hin, dass Sie sich nicht wertgeschätzt fühlen und sich mehr Anerkennung für Ihre Arbeit wünschen. Stellen Sie dabei Ihre Leistung in den Vordergrund, denn oftmals bekommen Vorgesetzte gar nicht mit, wie gut die geleistete Arbeit wirklich ist oder wie hart jemand an einem Ziel arbeitet.

Es sollte auch im Interesse des Arbeitgebers liegen, Sie zu motivieren und zu erkennen, wie wichtig Sie für das Unternehmen sind.

Achtung: Sie sollten Ihre Leistung nicht bewusst drosseln, um Ihrem Arbeitgeber zu zeigen, “wie wichtig Sie sind”, denn dieser Schritt kann auch schnell nach hinten losgehen.

Eine zu geringe Work-Life-Balance

Die Work-Life-Balance, also der Ausgleich zwischen Arbeit und Freizeit, ist ein wichtiger Faktor für viele Menschen im Leben und hat großen Einfluss auf die Zufriedenheit.

Machen Sie viele Überstunden? Verbringen Sie zu wenig Zeit mit der Familie, weil Ihre Arbeit Sie so sehr in Beschlag nimmt?

Dies sind klassische Fälle einer falschen Work-Life-Balance. Dabei muss das Problem gar nicht unbedingt vom Arbeitgeber ausgehen, der einem Überstunden aufbrummt, sondern oftmals machen Arbeitnehmer diese von ganz alleine, weil sie sich selbst unter Druck setzen.

Hier gilt es, ein gesundes Mittelmaß zu finden, welches einen persönlich glücklich macht.

Lösung

Nehmen Sie sich Ihre Auszeiten und wenn der Chef Sie zu sehr unter Druck setzt, sollten Sie auch mit ihm darüber sprechen, denn oftmals merkt dieser gar nicht, wie hart man wirklich arbeitet.

Scheuen Sie sich nicht, mal früher zu gehen, wenn Sie bereits viele Überstunden geleistet haben. Sprechen Sie konkret mit Ihrem Vorgesetzten und zeigen Sie, wie wichtig Ihnen die Arbeit, aber auch der Ausgleich dazu ist. Sie möchten beide langfristigen Erfolg und keinen Dauerstress, der zu Unglücklichkeit im Job führt und unter dem die Motivation stark leidet.

Des Weiteren sollten Sie sich persönlich über Ihre Freizeit Gedanken machen, denn vielen Arbeitnehmern fällt es schwer, selbst in ihrer Freizeit wirklich abzuschalten. Meditieren oder aber intensiver Sport kann hier beispielsweise helfen. Egal wie viel Zeit Ihnen Ihr Chef freiräumt, wenn Sie diese Zeit nicht effektiv als echten Ausgleich nutzen, sondern mit dem Kopf im Büro bleiben, dann wird das Problem trotzdem bestehen bleiben.

Tipp: Wenn Sie mit dem Problem zu kämpfen haben, können Sie in Ihrer nächsten Gehaltsverhandlung auch weniger auf das Gehalt eingehen, sondern vielleicht eher 1 bis 2 Tage mehr Urlaub aushandeln.

Unglücklich im Job wegen Kollegen

Ein schlechtes Betriebsklima oder aber ein unliebsamer Arbeitskollege, mit dem die Chemie einfach nicht stimmt, ist ein weiterer Grund, weshalb sich Menschen oft unglücklich im Job fühlen.

Dabei äußern sich die Probleme durch patzige Antworten oder Ignorieren, im schlimmsten Fall artet es sogar in Mobbing aus. Dies führt nicht nur zu Unzufriedenheit, sondern auch schlechten Arbeitsergebnissen, da das Team darunter leidet.

Lösung

Dieses Problem ist besonders verzwickt, da man den Charakter des Arbeitskollegen nicht ändern kann. Hier sollten Sie dem Problem, wenn möglich, aus dem Weg gehen. Sprechen Sie mit dem Vorgesetzten und erörtern Sie die Unstimmigkeiten.

Dabei geht es nicht darum, den Kollegen schlecht zu machen, das würde das Problem nur noch verschärfen, sondern eine Alternative zu finden, bei der Sie weniger mit der unliebsamen Person zusammenarbeiten müssen.

Lassen Sie sich auf keinen Fall in eine Opferrolle pressen, denn Sie haben genauso viel Anrecht in Ihrem Job zu sein wie die andere Person.

Wenn es einen konkreten Auslöser gibt, kann auch ein Gespräch von Angesicht zu Angesicht weiterhelfen, um Unstimmigkeiten aus dem Weg zu räumen. Hilfreich ist hier auch eine neutrale dritte Person hinzuzuziehen, die vermittelt.

Unterforderung im Job

Im ersten Moment klingt eine Unterforderung oder gar Langeweile im Job gar nicht so schlimm, doch der Schein trügt: Wer tagtäglich im Job unterfordert ist, wird auf lange Sicht unglücklich. Dieses Phänomen der Unterforderung im Job-Alltag und die damit einhergehenden Symptome nennt man “Boreout”.

Beim Boreout können die Probleme ähnliche Auswirkungen haben wie bei einem Burnout und sich sogar auf den Körper auswirken.

Wir haben dem Thema Boreout einen kompletten Artikel gewidmet, um dieses komplexe Thema näher zu beleuchten. Hier erfahren Sie auch, wie Sie mit dem Problem umgehen können.

Unglücklich im Job: was Sie tun können, wenn nichts mehr hilft

In besonders schweren Fällen lässt sich das Problem nicht so einfach aus dem Weg räumen.

Hier gilt es, seine Alternativen zu erforschen.

  • Können Sie es sich in Ihrer Situation leisten, den Arbeitgeber zu wechseln? Würde dies überhaupt bei dem konkreten Problem helfen?
  • Können Sie womöglich die Abteilung wechseln?
  • Können Sie sich weiterbilden und einen neuen Arbeitszweig erforschen?
  • Können Sie vielleicht selbst konkret etwas gegen Ihre Unzufriedenheit tun?

Es ist wichtig zu verstehen, dass es einen Punkt gibt, an dem Unzufriedenheit im Job zu einem schweren Problem werden kann. Dies reicht von körperlichen Beschwerden bis hin zu Depressionen. Sollten Sie an diesem Punkt angelangt sein und all unsere Tipps haben nicht zur Lösung des Problems beigetragen, dann sollten Sie eine Kündigung definitiv in Erwägung ziehen. Am Ende des Tages sollte der Beruf nicht zu Lasten Ihrer Zufriedenheit gehen.

Zum Thema „Neustart im Beruf“ gibt es auch ein interessantes Video:

Über den Autor
Tim Schneller
Tim Schneller

Gründer von Gentlemans-Attitude.de, dem 2019 gegründeten Männermagazin rund um Genuss, Mode, Technik und Lifestyle. Als Whisky-Enthusiast und Mitglied der Scotch Malt Whisky Society schreibt er vor allem rund um das Thema Whisky. Aber auch andere Themen wie Mode, Technik und Lifestyle sind seine Leidenschaft.

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