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Trinkgeld im Urlaub und auf Geschäftsreise: Wie viel ist wo angemessen?

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Vielleicht waren auch Sie schon einmal in der Situation: Sie sind geschäftlich oder privat im Ausland und stehen bei der Bezahlung im Restaurant oder in Geschäften vor der Frage, wie viel Trinkgeld angemessen ist. Der beste Tipp hierbei ist: Informieren Sie sich immer vor der Reise über die Gepflogenheiten in Ihrem Zielland. Eines ist nämlich sicher: Was in Deutschland gilt, muss lange nicht in Italien gelten und erst recht nicht in Japan. Wir nehmen Sie heute mit auf eine Reise in verschiedene Kulturen und verraten Ihnen, mit welchem Verhalten Sie in ausgewählten, viel besuchten Ländern nichts falsch machen können.

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Trinkgeld in Europa: Kein Platz für Verallgemeinerungen

Wie viel Trinkgeld muss ich in Europa geben? Eine scheinbar unkomplizierte Frage, die alles andere als eine einfache Antwort mit sich bringt. Selbst Nachbarländer weisen bisweilen große Unterschiede hinsichtlich des Trinkgelds auf, weswegen genauer auf die einzelnen Gegenden eingegangen werden muss.

Im Folgenden finden Sie einen kurzen Überblick darüber, in welchen Zielländern eine kleine Aufmerksamkeit erforderlich ist:

Deutschland gehört zum guten Ton
Österreich gehört zum guten Ton
Schweiz nicht erforderlich
Spanien gern gesehen
Griechenland gehört zum guten Ton
Frankreich gerngesehen
Italien gehört zum guten Ton
Holland gern gesehen
England gehört zum guten Ton

Alles auf einen Blick, unsere Trinkgeld Infografik:
Mehr Details zum Land in den entsprechenden Abschnitten

Trinkgeld Infografik

Trinkgeld in Deutschland: Nichts muss, aber alles kann

Deutschland

Beginnen wir mit unserem Heimatland, Deutschland. Vielleicht haben auch Sie sich bis dato keine großen Gedanken gemacht, wie viel Prozent des Rechnungsbetrages den Gepflogenheiten für ein Trinkgeld hierzulande entsprechen. Grundsätzlich gilt: In Deutschland besteht kein Zwang, ein kleines Extra über den ausgewiesenen Betrag hinaus zu bezahlen. Nichtsdestotrotz ist es eine gern gesehene Aufmerksamkeit. Verzichtet man hierzulande vollends auf ein Trinkgeld, wird es für gewöhnlich als unhöflich empfunden oder als Zeichen der Unzufriedenheit gedeutet. Als Orientierung können etwa fünf bis zehn Prozent auf den Rechnungsbetrag dienen. Auch in anderen Bereichen wie beispielsweise bei Taxifahrten, Friseur-Besuchen oder für das Hotelpersonal kann durchaus ein wenig Trinkgeld gegeben werden: Während Kofferträger etwa einen Euro pro Gepäckstück erhalten, werden Zimmermädchen mit einem bis zwei Euros pro Nacht bezahlt. Es liegt hierbei aber auch in Ihrem Ermessen, wie viel Sie für gerechtfertigt halten.

Auf einen Blick:
  • 5 – 10% sind üblich
  • Kein Trinkgeld ist ein Ausdruck von Geiz oder Unzufriedenheit
  • Kofferträger: 1€ pro Gepäckstück
  • Zimmermädchen: 2€ pro Nacht
  • Wo sonst: Friseur, Taxifahrt, Zimmermädchen, Hotelpersonal, Transfer

Trinkgeld in Österreich: Keine Unterschiede im Vergleich zu Deutschland

Wer mit den Gepflogenheiten in Deutschland vertraut ist, muss sich bei seinem Österreich Urlaub keinerlei Gedanken machen. Hier gelten exakt dieselben ungeschriebenen Gesetze wie im Heimatland.

Trinkgeld in der Schweiz: Wenige Kilometer Entfernung, großer Unterschied

Schweiz

Selbst wenn die Schweiz unmittelbar an Deutschland und Österreich angrenzt, unterscheidet sich der Umgang mit Trinkgeld sehr. Hier heißt es: Zurücklehnen und die Service-Leistungen im Café, beim Friseur oder in anderen Läden einfach nur genießen. Ein Extra-Trinkgeld ist hier nicht erforderlich, da dieses bereits in jedem Rechnungsbetrag inkludiert ist. Wenn Sie von einer kleinen Aufmerksamkeit nicht absehen möchten, ist es jedoch gängig, den zu bezahlenden Betrag aufzurunden.

Auf einen Blick:
  • Trinkgeld ist im Preis inklusive
  • Wer besonders zufrieden ist, darf trotzdem ein wenig Trinkgeld geben

Trinkgeld in Spanien: Trinkgeld wenn, dann nur in diskreter Form

Spanien

Auch in Spanien herrscht keine Pflicht, ein Trinkgeld beziehungsweise – auf Spanisch – eine „propina“ zu geben. Möchten Sie zum Ausdruck bringen, dass Sie mit dem Service zufrieden sind, können Sie jedoch ruhig ein paar zusätzliche Münzen geben. Allerdings: So hoch wie das uns bekannte Trinkgeld in Deutschland fällt dieses in Spanien nicht aus. In Restaurants genügt es bereits, den zu zahlenden Betrag aufzurunden oder 5% zu geben. Es gibt jedoch einen entscheidenden Unterschied im Vergleich zu anderen Ländern bei der Art und Weise, das Trinkgeld auszuhändigen. Während der Kellner oder andere Dienstleister die Extra-Münzen in Deutschland direkt beim Bezahlen erhält, erfolgt der Bonus in Spanien auf diskrete Art und Weise. Am besten ist es, wenn Sie den Betrag kurz vor Verlassen des Restaurants auf dem Tisch zurücklassen: Dieser wird dann im Gegensatz zu anderen Ländern unter den Angestellten aufgeteilt, es ist demnach nicht für einen einzelnen Kellner bestimmt.

Ein wenig Kleingeld sollten Sie davon abgesehen immer mit sich führen: Zimmermädchen oder Parkplatz-Einweisern können Sie gern einen Euro in die Hand drücken, wenn Sie mit deren Service zufrieden sind.

Auf einen Blick:
  • Aufrunden oder 5% sind üblich
  • Trinkgeld wird diskret am Tisch zurückgelassen
  • Wo sonst: Friseur, Taxifahrt, Zimmermädchen, Hotelpersonal, Transfer

Trinkgeld in Griechenland: Ein Zeichen der Anerkennung

Griechenland

Wie viel Trinkgeld Sie in Griechenland geben sollten, ist von der entsprechenden Lokalität abhängig: Während im Restaurant etwa zehn Prozent gängige Praxis sind, genügt es in einer Taverne, einen Euro zum Endbetrag hinzuzufügen. Auch hier ist diskretes Handeln gefragt: Man zahlt den exakten Preis und lässt einen Teil des Rückgelds auf dem Tisch zurück, ehe man das Restaurant verlässt. Sofern Sie mit Karte zahlen, sollten Sie dem Kellner zusätzliche Münzen persönlich übergeben. Da in Griechenland ein Trinkgeld nicht offiziell Pflicht ist, machen Urlauber oftmals den Fehler, vollends davon abzusehen – dies ist jedoch ähnlich verschmäht wie in Deutschland, es gilt als unhöflich und knauserig. Aus diesem Grund gingen bereits einige griechische Restaurants dazu über, ein festes Trinkgeld in der Speisekarte festzuhalten.

Auf einen Blick:
  • 10% sind üblich
  • Kein Trinkgeld ist ein Ausdruck von Geiz oder Unzufriedenheit
  • Trinkgeld wird diskret am Tisch zurückgelassen
  • Wo sonst: Friseur, Taxifahrt, Zimmermädchen, Hotelpersonal, Transfer

Trinkgeld in Frankreich: Ein zusätzliches Extra zum festgelegten Tringeld?

Frankreich

Frankreich gilt hinsichtlich den Trinkgeld-Gepflogenheiten für Touristen als ein verhältnismäßig „einfaches“ Land. Da das Trinkgeld bereits im Rechnungsbetrag inkludiert ist und auf der Rechnung mit einem „Service compris 15 %“ aufgeführt ist, müssen Sie nicht nachrechnen, welchen Betrag Sie zusätzlich bezahlen sollten. Nichtsdestotrotz ist es in Frankreich auch nicht verboten, über diesen Betrag hinaus ein kleines Extra für die Kellner einzuplanen, was als sogenanntes „pourboire“ bezeichnet wird. Bei diesem bleibt es jedoch vollkommen Ihnen überlassen, wie viel Sie ausgeben möchten: In der Regel sind es jedoch nicht mehr als zehn Prozent. In einer teuren Stadt wie Paris ist es hingegen sehr selten, dass ein pourboire gegeben wird, was an den ohnehin sehr hohen Preisen für Essen und Getränke liegt. Üblich ist, das Trinkgeld auf dem Tisch liegen zu lassen, ehe man das Restaurant verlässt. Sie sollten also möglichst davon absehen, den Betrag direkt beim Bezahlen um Ihr gewünschtes Maß zu erhöhen. Falls Sie Ihre Kreditkarte verwenden möchten, können Sie den exakten Betrag problemlos damit bezahlen – das zusätzliche Trinkgeld sollte jedoch stets bar übergeben werden.

Bei Taxifahrten sind etwa zehn Prozent des Endbetrags zu addieren, während das Hotelpersonal mit ein bis zwei Euros pro Tag vergütet werden sollte. Trinkgeld stellt in Frankreich schließlich keinen festen Bestandteil des Gehaltes eines Zimmermädchens oder Hotelpagen dar.

Auf einen Blick:
  • Trinkgeld ist als „Service compris“ im Preis inkludiert
  • Wer besonders zufrieden ist, darf trotzdem ein wenig Trinkgeld geben
  • Trinkgeld wird diskret am Tisch zurückgelassen
  • Taxi: 10% üblich
  • Hotelpersonal: 1 – 2€ pro Tag

Trinkgeld in Italien: Ist der „coperto“ ausreichend?

Italien

In Italien finden Sie auf der Rechnung im Restaurant einen Posten, der sich „coperto“ nennt: Dieser entspricht einer Servicegebühr und kann mit „Gedeck“ übersetzt werden. Dazu zählen unter anderem das Besteck, Brot und die Tischdecke. Es handelt sich demnach nicht um ein Trinkgeld und wird nicht an den Kellner ausgezahlt. Dementsprechend sollten Sie ein sogenanntes „mancia“ zurücklassen, das dem deutschen Trinkgeld entspricht: Dieses entspricht etwa zehn bis 15 Prozent. Ähnlich wie in Frankreich sollte dieses bar auf dem Tisch zurückgelassen werden, auch wenn Sie mit Karte bezahlen.

Beim Zimmermädchen können Sie etwa fünf Euro pro Woche einkalkulieren, während bei Taxifahrten ein Aufrunden des Betrags vollkommen in Ordnung ist.

Auf einen Blick:
  • coperto bedeutet nicht Trinkgeld
  • 15% sind üblich
  • Kein Trinkgeld ist ein Ausdruck von Geiz oder Unzufriedenheit
  • Trinkgeld wird diskret am Tisch zurückgelassen
  • Zimmermädchen: 5€ pro Woche
  • Taxi: Hier wird aufgerundet

Trinkgeld in Holland: Gern gesehen, aber kein Muss

HollandWenn Sie sich in Holland in einem Restaurant oder Hotel befinden, sind sowohl die Umsatzsteuer als auch ein Aufschlag für die Bearbeitung Teil der Rechnung. Dies ist auch bei Taxifahrten und in anderen Geschäften der Fall. Ein zusätzliches Trinkgeld stellt keine Pflicht dar, ist jedoch immer gern gesehen. Als üblich gelten etwa zehn Prozent des Rechnungsbetrags. Das an öffentlichen Toiletten befindliche Reinigungspersonal erwartet für gewöhnlich einen Betrag von 25 bis 50 Cent.

Auf einen Blick:
  • Trinkgeld ist im Preis inklusive
  • Wer besonders zufrieden ist, darf trotzdem ein wenig Trinkgeld geben (5 – 10% üblich)

Trinkgeld in England: Teil des guten Tons

Grossbritanien

Achten Sie bei Ihrem nächsten Aufenthalt in England unbedingt darauf, genügend Trinkgeld zu geben: In Restaurants sind zehn bis 15 Prozent gängig. Manche Lokalitäten sind jedoch dazu übergegangen, eine entsprechende Servicegebühr direkt in die Rechnung mitaufzunehmen. In diesem Fall müssen Sie selbstverständlich einen entsprechend geringeren Bonus bezahlen. Was für Restaurants gilt, ist in Bars beziehungsweise Pubs jedoch alles andere als üblich: Hier muss kein Trinkgeld bezahlt werden. Wenn Sie der netten Bedienung dennoch eine kleine Freude machen möchten, stehen für gewöhnlich kleine Sparschweine aus, in die Sie Ihren gewünschten „tip“ werfen können.

Bei Taxifahrten ist das Aufrunden gängig: Sofern Sie einen sehr netten Fahrer haben, der Ihnen auch mit dem Gepäck hilft, sind zehn bis 15 Prozent Trinkgeld angemessen. Sollten Sie die Hilfe eines Gepäckträgers in einem Hotel in Anspruch nehmen, genügen etwa zwei Pfund als kleine Aufmerksamkeit.

Auf einen Blick:
  • 15% sind üblich
  • Manchmal ist die Servicegebühr in der Rechnung inbegriffen – hier nur kleines Trinkgeld
  • Kein Trinkgeld ist ein Ausdruck von Geiz oder Unzufriedenheit
  • Bar: Trinkgeld nicht üblich – aber möglich
  • Taxi: aufrunden oder 15% wenn besonders zufrieden
  • Gepäckträger: 2 Pfund
  • Wo sonst: Friseur, Zimmermädchen, Hotelpersonal, Transfer

Trinkgeld in Asien: Nicht nur kulturelle Unterschiede in den verschiedenen Ländern

Ähnlich wie in Europa lassen sich auch für Asien keine festen Regeln aufstellen: In Touristengebieten wird ein zusätzliches Extra zum Endbetrag mittlerweile oftmals erwartet, außerhalb dieser Orte gilt dies jedoch für gewöhnlich nicht.

Thailand In Touristengebieten gerne gesehen
China eher unüblich, in Touristengebieten jedoch gelegentlich zu sehen
Japan unhöflich
Türkei unerlässlich

Trinkgeld in Thailand: In Touristengebieten durchaus üblich

Thailand

Sollten Sie sich in touristisch erschlossenen Gebieten in Thailand aufhalten, wird ein Trinkgeld in Restaurants beziehungsweise Hotels mittlerweile oftmals erwartet. Die Höhe können Sie dabei entsprechend Ihrer Zufriedenheit selbst bestimmen, wichtig ist nur: Legen Sie niemals nur einen Baht als Trinkgeld hinzu. Ein solch geringer Geldbetrag wird von den Thais schnell als beleidigend empfunden. Üblich sind etwa zehn Prozent. Wenn das Restaurant jedoch besonders vornehm ist, werden durchaus auch höhere Geldbeträge erwartet. Die entsprechende Summe übergeben Sie dem Kellner am besten persönlich. Machen Sie sich außerdem keine Sorgen, wenn Sie Ihr Essen bei einer der vielen Garküchen holen: Dort ist kein Trinkgeld üblich.

Taxifahrten sollten stets aufgerundet werden, während Gepäckträger etwa 20 bis 40 Baht erhalten sollten (dies entspricht etwa einem Dollar). Sollten Sie eine Reise in Thailand in Anspruch nehmen und einen Guide dafür buchen, sind etwa 100 bis 300 Baht pro Tag und pro Person ein guter Richtwert.

Auf einen Blick:
  • 10% sind üblich
  • Trinkgeld wird in Touristengebieten erwartet
  • Wird persönlich übergeben
  • Gepäckträger: 20 – 40 Baht
  • Guide: 100 – 300 Baht
  • Wo sonst: Friseur, Zimmermädchen, Hotelpersonal, Transfer

Trinkgeld in China: Ein Umdenken findet statt

China

Grundsätzlich wird von Ihnen auf Ihren Ausflügen in China kein Trinkgeld erwartet. Wenn es sich bei dem Hotel beziehungsweise Restaurant jedoch um Lokalitäten handelt, die westlichen Standards entsprechen, sind kleinere Zusatzbeträge mittlerweile durchaus üblich. In Restaurants in großen Städten können Sie beispielsweise ein wenig Wechselgeld liegen lassen. Mehr als fünf Dollar (etwa 35 Yuan) werden jedoch in der Regel nicht ausgehändigt. Taxifahrer erhalten etwa ein bis zwei Dollar, während das Trinkgeld für das Personal in Hotels auf rein freiwilliger Basis erfolgt. Guides, die Ihre Ausflüge begleiten, erhalten etwa fünf bis zehn Dollar pro Tag pro Person.

Auf einen Blick:
  • Üblicherweise wird kein Trinkgeld erwartet
  • In Toursitengebieten 5%
  • Taxi: 1 – 2$
  • Trinkgeld für Hotelpersonal ist freiwillig
  • Guide: 5 – 10$ pro Tag & pro Person

Trinkgeld in Japan: Ein Zeichen der Beleidigung

Japan

Japan gehört zu den Ländern, die den größten Unterschied im Vergleich zu den Gepflogenheiten in Deutschland aufweisen: Ein Trinkgeld ist für keinerlei Dienstleistung vorgesehen, da dort ein guter Service als Standard gilt. Wenn Sie einem Kellner zusätzliches Geld geben, wird er dies sogar als Beleidigung empfinden. In einem Touristenzentrum können Sie dem Dienstmädchen ein bis zwei Euros geben, wenn Sie zufrieden waren. Die Japaner wissen nämlich durchaus, dass es in der westlichen Welt üblich ist, Trinkgeld auszuhändigen. Falls das kleine Extra in Japan jedoch nicht angenommen wird, sollten Sie dies akzeptieren und nicht zu diskutieren beginnen.

Auf einen Blick:
  • Trinkgeld ist nicht üblich und wird als beleidigend empfunden

Trinkgeld in der Türkei: Ein Grundpfeiler höflichen Verhaltens

Türkei

Auch wenn die Türkei flächenmäßig zum Großteil in Asien liegt, bestehen hier keinerlei Ähnlichkeiten zu den meisten anderen Ländern des Kontinents. Hier gelten Sie nämlich als sehr unhöflich, wenn Sie vollkommen davon absehen, Trinkgeld zu geben. Kellner in Restaurants rechnen mit einem Trinkgeld von etwa zehn Prozent. Auch in Bars und Clubs gilt dies als ungeschriebenes Gesetz. Im Hotel können Sie dem Personal, mit dem Sie besonders zufrieden waren, ein paar Euros geben. Im Speisesaal steht für gewöhnlich sogar eine Trinkgeld Box, in die Sie gelegentlich einen kleinen Betrag werfen können: Dieser wird dann unter dem kompletten Küchenpersonal aufgeteilt. Bei anderen Dienstleistern wie Reiseführern oder Transfer-Busfahrern finden Sie für gewöhnlich ebenfalls einen Korb, in den Sie einen kleinen Bonus geben können.

Sollten Sie mit dem Taxi unterwegs sein, erwartet der Fahrer etwa einen Euro pro Gepäckstück, wenn er Ihnen beim Tragen hilft.

Auf einen Blick:
  • 10% sind üblich
  • Kein Trinkgeld ist sehr unhöflich
  • Teilweise stehen Trinkgeld Boxen aus
  • Wo sonst: Friseur, Zimmermädchen, Hotelpersonal, Taxi, Transfer

Die Notwendigkeit von Trinkgeld in Ägypten

Ägypten

In Ägypten wird Trinkgeld als „Bakschisch“ bezeichnet, wobei der Umgang mit dem kleinen Extra-Geld ein vollkommen anderer ist. Touristen werden für gewöhnlich unmittelbar dazu aufgefordert, indem sie mit „Bakschisch“ angesprochen werden. Es macht demnach also nicht den Anschein eines Gebens auf freiwilliger Basis. Dies entspricht auch der Realität: In der muslimischen Kultur ist es durchaus üblich, den Ärmeren ein wenig Geld zu geben. Da Touristen aus Europa als reich gelten, ist es in den Augen der Ägypter durchaus gerechtfertigt, ein Bakschisch zu verlangen. Dies gilt für jede Dienstleistung: Vom Kofferträger, Zimmermädchen über den Taxifahrer bis hin zum Besuch in einem Restaurant. Während das Trinkgeld in Restaurants etwa mit 15 – 20 Prozent zu Buche schlägt, sind im Hotel für das Reinigungspersonal etwa 50 Cent pro Tag üblich. Ein Gepäckträger erhält etwa 15 Cent pro Gepäckstück. Bei einer Reise nach Ägypten sollten Sie demnach unbedingt den geringen Lohn der Einheimischen berücksichtigen, sodass Sie auch die Bitte um ein Bakschisch bei vermeintlich unbedeutenden Leistungen nachvollziehen können.

Auf einen Blick:
  • 15 – 20% sind üblich
  • Trinkgeld wird erwartet
  • Zimmermädchen: 50 Cent pro Tag
  • Gepäckträger: 15 Cent pro Gepäckstück
  • Wo sonst: Friseur, Hotelpersonal

Das nordamerikanische Land der Hoffnung und Träume: Wie viel Trinkgeld ist in den USA üblich?

USA

Es ist lange kein Geheimnis mehr, dass Trinkgeld in den USA eine zentrale Rolle spielt: Dies liegt daran, dass der Stundenlohn der Kellner so gering ist, dass sie auf zusätzliches Geld angewiesen sind. In Restaurants ist es demnach wichtig, etwa 15 bis 20 Prozent auf den ausgewiesenen Endbetrag zu legen. Auch Taxifahrer erwarten etwa 15 Prozent „tip“ von Ihnen. In manchen Gegenden in den USA (vor allem in den touristischen Gebieten in Florida) haben Einheimische so häufig schlechte Erfahrungen mit Touristen gemacht, dass sie das Trinkgeld bereits auf der Rechnung mit einem „tip is included“ ausweisen. Sehen Sie sich deshalb die Rechnung immer genau an: In diesen Fällen müssen Sie selbstverständlich nicht noch mehr bezahlen.

In Hotels erhalten Zimmermädchen etwa einen Dollar pro Tag, Gepäckträger ebenfalls einen Dollar pro Gepäckstück. Für Reiseleiter oder Busfahrer können Sie etwa zwei Dollar pro Tag einkalkulieren.

Auf einen Blick:
  • 15 – 20% sind üblich
  • Trinkgeld wird erwartet
  • Manchmal ist die Servicegebühr in der Rechnung inbegriffen („tip is included“)
  • Taxi: 15% üblich
  • Zimmermädchen: 1$ pro Tag
  • Gepäckträger: 1$ pro Gepäckstück
  • Transfer: 2$ pro Tag

Fazit

Anhand dieses Artikels sehen Sie, dass Trinkgeld in allen Teilen der Welt vollkommen unterschiedlich gehandhabt wird. Um ein Fauxpaux in Ihrem Zielland zu vermeiden und sich den Sitten des Landes anpassen zu können, sollten Sie sich demnach stets vor Ihrer Reise die entsprechenden Informationen einholen. So kann nichts mehr schiefgehen! In diesem Sinne wünschen wir Ihnen einen angenehmen Aufenthalt und eine schöne Reise mit unvergesslichen Erlebnissen!

Über den Autor
Sybille Schaeftner
Sybille Schaeftner

Sie unterstützt Gentleman’s Attitude mit ihrem redaktionellen Background durch Beiträge aller Art. Sie liebt es zu reisen, ihren eigenen Horizont zu erweitern und sich mit Themen rund um ein gesundes, glückliches Leben zu beschäftigen. Reiseartikel, Tipps und Tricks für produktives Arbeiten, das richtige Mindset sowie zur Stärkung der Selbstachtung sind deshalb genau ihr Ding.

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