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Der Topfschnitt: Wem der neue Bowl-Cut steht und wie man ihn als Mann heute trägt

Topfschnitt / Bowl-Cut

Den meisten von euch wird der „Topfschnitt“ noch aus der Kindheit ein Begriff sein. Aber wie sieht er heutzutage aus? Wir zeigen euch die moderne Variante des Topfschnitts und wer die Männerfrisur tragen kann.

Was macht den Topfschnitt aus?

Wer in den 90er Jahren aufgewachsen ist, wird den Topfschnitt noch aus seiner Kindheit kennen. Damals hatte die Frisur eine typische Form: Die Haare hat man lang wachsen lassen – allerdings nur bis auf Höhe der Ohren. Ab dort wurde ringsherum akkurat abgeschnitten. Der Name stammt dabei aus der Schnittart, denn die ganz Mutigen haben sich lediglich einen Topf auf den Kopf gesetzt und einmal herum rasiert beziehungsweise geschnitten – schon war der Topfschnitt fertig. Übrigens ist der Schnitt, welcher primär von Jungen getragen wurde, aufgrund seiner Form auch unter dem Namen „Pilzkopffrisur“ bekannt.

Heute sieht der Topfschnitt, der den meisten unter der moderneren Bezeichnung „Bowl-Cut“ ein Begriff ist, allerdings anders aus.

Der moderne Topfschnitt: So sieht er heute aus

Mit der englischen Bezeichnung Bowl-Cut ist nicht nur der Name des Topfschnitts moderner geworden, auch die Art, wie er getragen wird, hat sich verändert.

Moderner Topfschnitt beziehungsweise Bowl-Cut mit längeren Seiten

Statt die Haare sehr akkurat nach unten zu kemmen und gerade abzuschneiden, wird jetzt deutlich mehr Struktur in die Frisur gebracht, wodurch der Topfschnitt eher „messy“ wirkt. Aber auch ein weicherer Übergang in Form eines Undercuts beziehungsweise Fade-Cuts ist bei vielen Bowl-Cuts heutzutage sichtbar. Es werden dabei vor allem die Haare am Hinterkopf sowie die Seiten weniger radikal abgeschnitten und somit ein „Helm-Look“ vermieden. Lediglich die Grundform erinnert noch etwas an die alte Variante.

Besonders interessant sind beim Bowl-Cut leicht lockige Haare, wie sie der Schauspieler Timothée Chalamet trägt. Aber auch Kombinationen mit anderen Frisuren wie beispielsweise einem Mittelscheitel geben dem modernen Topfschnitt seinen ganz eigenen Stil.

Wer kann den Bowl-Cut tragen?

Der klassische Bowl-Cut hat aufgrund seiner Form die Angewohnheit, den Kopf rundlich wirken zu lassen, weshalb Menschen mit runderen Gesichtern tendenziell eher Abstand von der Frisur nehmen sollten. Es gibt allerdings auch Ausnahmen, denn mit einem weicheren Übergang und mehr Struktur in den Haaren ist die Frisur auch für solche Gesichtstypen geeignet. Hier solltet ihr am besten mit eurem Friseur sprechen und die Möglichkeiten individuell ausloten.

Topfschnitt mit kurzen sowie langen Seiten nebeneinander

Tendenziell ist der Bowl-Cut auch heute noch ein eher jugendlicher Look. Gepaart mit einem Bart könnt ihr diese Frisur aber etwas erwachsener wirken lassen. Hier eignen sich besonders ausgefallenere Bärte, wie beispielsweise der Anchor Bart oder Knebelbart, welche eine ausgesprochen gute Kombination mit dem Topfschnitt ergeben. Aber auch ein gepflegter 3-Tage-Bart oder ein Henriquatre weichen die jugendliche Wirkung der Männerfrisur etwas auf.

Topfschnitt selber schneiden, ist das möglich?

Auf YouTube kursieren diverse Videos, in denen sich Männer diese Frisur auch heute noch mit Hilfe eines Topfes schneiden. Gerade in Zeiten von Corona, wo der Gang zum Friseur nicht möglich war, scheint diese Frisur für den ein oder anderen eine echte Alternative gewesen zu sein.

Aber kann man die Frisur wirklich wie früher einfach selbst schneiden? Wer besonders mutig ist, der kann sich auch heute noch mit Hilfe eines Topfes, Rasierers sowie einer Schere vor den Spiegel stellen und selbst Hand anlegen. Es sei euch allerdings geraten, eine weitere Person hinzuzuziehen.

Wir müssen grundsätzlich sagen: Für einen wirklich schönen Bowl-Cut empfehlen wir dringend den Gang zu einem guten Friseur, denn dieser wird dafür sorgen, dass ihr nicht zu sehr in den Stil der 90er Jahre verfallt, euch die Frisur sauber und gerade schneiden und sie vor allem an euer Gesicht beziehungsweise eure Kopfform anpassen.

Über den Autor

Tim Schneller

Gründer von Gentlemans-Attitude.de, dem 2019 gegründeten Männermagazin rund um Genuss, Mode, Technik und Lifestyle. Als Whisky-Enthusiast und Mitglied der Scotch Malt Whisky Society schreibt er vor allem rund um das Thema Whisky. Aber auch andere Themen wie Mode, Technik und Lifestyle sind seine Leidenschaft.

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