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Vollbart wachsen lassen: Mit diesen 5 einfachen Schritten klappt’s

Vollbart

Der Bart hat in den letzten Jahren wieder stark an Popularität gewonnen. Bei Models und Schauspielern, Hipstern und klassischen Alltags-Trägern sind der gepflegte Bart und mit ihm viele unterschiedliche Bartstile wieder in Mode gekommen. Als Reaktion auf den Trend verkaufen findige Unternehmen ihre „Wundermittel“, die den Bart schneller und besser sprießen lassen sollen.

Ein Sache vorweg, um Zeit zu sparen: Einen Vollbart wachsen lassen kann leider nicht jeder. Gewisse Grundvoraussetzungen müssen gegeben sein. Ein paar Löcher lassen sich mit einigen Kniffen kaschieren, aber ein gewisser Bartwuchs ist trotzdem notwendig. In unserem Ratgeber findet ihr keine Wundermittel, sondern umfangreiche Tipps, mit denen das Wachsen eines Vollbartes wesentlich besser klappt.

Grundvoraussetzungen

Was das Wachsenlassen eines Vollbartes angeht, machen einem leider oftmals die Gene einen Strich durch die Rechnung. Haar- beziehungsweise Bartwuchs ist vor allem von Hormonen wie Testosteron abhängig. Die Ausschüttung solcher Hormone ist leider sehr schwer zu beeinflussen und muss sich nicht zwangsläufig auf den Haarwuchs auswirken.

Besonders jungen Leuten sei gesagt, dass die Stärke des Bartwuchses im Alter zunimmt und auch meistens recht schlagartig beginnt. Solltet ihr also noch jung sein und wenig Bartwuchs haben, dann lasst den Kopf nicht hängen, denn dieser kommt meistens noch, beim einen früher, beim anderen später.

Achtung:

Von sogenannten “Wundermitteln” sollte man grundsätzlich die Finger lassen. Sie sind extrem teuer, helfen meistens nicht und sind mit vielen Chemikalien versetzt, die im schlimmsten Fall sogar schaden können.

Der erste Schritt: Den Bart wachsen lassen

Wer allerdings mit entsprechendem Bartwuchs gesegnet ist, der kann sich glücklich schätzen und den Bart anfangen wachsen zu lassen.

In der ersten Zeit wird dies sehr ungewohnt sein und es ist nicht ungewöhnlich, dass sich einige weniger bewachsene Stellen, Flecken oder sogar Löcher im Bart bilden. Haare wachsen in den unterschiedlichen Zonen nicht gleich schnell und dicht. Die Wangen sind meist weniger dicht bewachsen als beispielsweise der Hals, das Kinn oder die Partie unterhalb der Nase. Löcher entstehen hingegen oft am Hals oder der Kinnpartie.

Hier ist eines besonders wichtig: Durchhaltevermögen.

Die meisten Männer fangen bei solchen Problemen bereits an, den Bart wieder komplett abzurasieren. Wobei diese Problemzonen meistens einem selbst viel mehr ins Auge stechen als anderen Menschen.

Vollbart wachsen lassen
Besonders Löcher und weniger bewachsene Stellen werden später von langen Haaren verdeckt.

Denn auch wenn es am Anfang vielleicht eine Zeit unschön aussieht, verschwinden Löcher, Lücken und undichte Stellen meist von selbst, sobald der Bart eine gewisse Länge erreicht hat. Die Haare wachsen an diesen Stellen später oder werden von längeren Haaren verdeckt. Hier ist es also wichtig, dem Prozess seinen Lauf zu lassen und durchzuhalten.

Sobald es anfängt zu jucken, Bartöl verwenden

Wer damit beginnt, sich einen Vollbart wachsen zu lassen, der wird unweigerlich in die Phase kommen, in der die Haut beziehungsweise der Bart anfängt zu jucken. Diese Phase geht vorbei und ist ganz normal.

Die Ursache dieser Symptome liegt in der Haut. Sie muss sich an das Wachstum der Haare gewöhnen. Oft ist sie zudem sehr trocken, weil nicht mehr genug Feuchtigkeit und Luft an sie heran kommt.

Sobald man sich in dieser Phase befindet, ist es Zeit, mit der leichten Verwendung von Bartöl zu beginnen.

Das richtige Bartöl

Wer sich mit dem Thema noch nicht beschäftigt hat, wird an diesem Punkt von vielen verschiedenen Bartölen mit noch mehr unterschiedlichen Bestandteilen förmlich erschlagen.

Wichtig ist hier allerdings nur eines: Sich nicht verrückt machen lassen und nicht zum teuersten Öl greifen, denn das muss nicht unbedingt das beste sein.

Bartöl
Bartöl sollte die Haut mit Feuchtigkeit versorgen und die Haare zum glänzen bringen. Es sollte sich niemals klebrig anfühlen!

Gute Bartöle gibt es bereits ab 15 bis 20 Euro. Sie zeichnen sich vor allem durch natürliche Inhaltsstoffe aus. Dazu ist die Pflegewirkung sehr wichtig. Eine gute Pflegewirkung erkennt man recht schnell, denn das Bartöl darf nicht zu schnell einziehen und sollte den Bart sowie die Haut über den Tag hinweg mit Feuchtigkeit versorgen.

Sollte euer Bart und die Haut nach der Anwendung recht schnell trocken oder spröde werden, dann probiert am besten ein anderes Öl aus oder variiert ein wenig mit der Menge.

Die richtige Anwendung von Bartöl

Die richtige Anwendung des Bartöls ist essentiell. Wie bereits erwähnt, ist das Bartöl vor allem dazu da, die Haut unter dem Bart mit Feuchtigkeit zu versorgen. Dafür muss das Bartöl auch entsprechend bis an diese Stelle eingearbeitet werden. Die Haare selbst benötigen nicht viel Öl, denn diese würden ansonsten fettig aussehen. Sie sollten lediglich durch das Öl leicht glänzen.

Wenn der Bart anfangs noch sehr kurz ist, sollten 2 bis 3 Tropfen bereits ausreichen. Sobald der Bart länger wird, kann man auch etwas mehr verwenden. Es ist wichtig, ein gesundes Mittelmaß zu finden und ein wenig auszuprobieren.

Bei der Häufigkeit der Anwendung gibt es ebenfalls Unterschiede. Grundsätzlich sollte man das Öl zunächst nur einmal am Tag anwenden: Am besten morgens, nachdem der Bart gewaschen und getrocknet wurde. Danach können das Öl und seine Bestandteile gut in die Hautoberfläche einziehen.

Wer sehr trockene Haut hat, der kann das Bartöl auch zweimal am Tag anwenden, wobei dies meistens erst bei einem langen Bart notwendig wird.

Bartschuppen und trockene Haut

Neben den Löchern und unregelmäßigem Wachstum des Bartes können unangenehme Schuppen entstehen. Des Weiteren sieht die Haut an den Rändern des Bartes sowie darunter dann sehr trocken aus.

Dies kann eine Handvoll Gründe haben:
  1. Es wird zu wenig Bartöl verwendet und dieses wird nicht richtig bis zur Haut eingearbeitet.
  2. Der Bart wird zu oft gewaschen und die Haut trocknet aufgrund dessen aus.
  3. Der Bart wird nach dem Waschen nicht richtig getrocknet.
  4. Der Bart wird nach dem Waschen mit zu heißer Luft geföhnt.
  5. Die Haut ist nicht gesund.

Sollte trotz mehr Bartöl, weniger Waschen beziehungsweise Weglassen des Föhns keine Besserung eintreten, so sollte man einen Dermatologen aufsuchen, der die Haut untersucht.

Tipp: Wer unter starken Schuppen leidet, kann auch Anti-Schuppen-Shampoo für die Haare ausprobieren. Dieses hilft auch oftmals beim Bart.

Den Bart zum ersten Mal schneiden lassen

Auch wenn man sich einen Vollbart wachsen lassen möchte, ist ein regelmäßiger Besuch beim Friseur oder Barbier ratsam. Den ersten Besuch sollte man nach ungefähr 5 Wochen einplanen, wobei dies vom Bartwuchs abhängig ist. Wichtig ist, dass man seinem Friseur oder Barbier mitteilt, dass man sich einen Vollbart wachsen lassen möchte.

Der Friseur sollte anfangs lediglich die Konturen ein wenig sauber schneiden. Er sollte auf keinen Fall zu viel vom Bart wegnehmen oder gerade am Hals die Kontur zu weit oben ansetzen. Ein guter Friseur weiß allerdings, was er tut, wenn ihr ihm euer Anliegen mitteilt. Schaut euch am besten vorher Bewertungen der Läden an und sprecht beim Besuch ausgiebig mit der Person. Ihr werdet schnell den Friseur beziehungsweise Barbier eures Vertrauens finden.

Den Bart zum ersten Mal schneiden lassen

Mit einem wirklich guten Bartöl ist man für den Anfang bereits sehr gut ausgestattet. Eine spezielle “Bartbürste” oder “Bartshampoo” ist normalerweise nicht notwendig. Wer wirklich zerzauste Barthaare hat, der kann jede handelsübliche Bürste verwenden. Wichtig ist nur, dass man sich damit die Barthaare nicht herauszieht. Beim Shampoo ist das, welches man unter der Dusche für die Kopfhaare verwendet, meist völlig ausreichend.

Wichtig für einen gepflegten und schönen Bart ist aber das regelmäßige Trimmen. Mit etwas Übung ist dies auch zuhause vor dem Badezimmerspiegel machbar. Für den Anfang sollte man allerdings den Friseur diese Arbeit machen lassen, um nicht aus Versehen zu viel abzuschneiden oder Ecken in den Bart zu rasieren.

Über den Autor
Tim Schneller
Tim Schneller

Gründer von Gentlemans-Attitude.de, dem 2019 gegründeten Männermagazin rund um Genuss, Mode, Technik und Lifestyle. Als Whisky-Enthusiast und Mitglied der Scotch Malt Whisky Society schreibt er vor allem rund um das Thema Whisky. Aber auch andere Themen wie Mode, Technik und Lifestyle sind seine Leidenschaft.

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