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Bartpflege von A bis Z: So wird der Bart perfekt

Bart

Ein ungepflegter Bart ist ein absolutes No-Go. Da der Bart – je nach Art – einen recht großen Teil eures Gesichts einnimmt, hat dieser auch einen entscheidenden Einfluss auf euer Erscheinungsbild nach außen. Darüber hinaus fühlt man sich mit einem ungepflegten Bart nicht wohl und selbstbewusst. Wir zeigen euch, welche Pflegeprodukte ihr wirklich braucht, wie man sie richtig anwendet, was ihr bei konkreten Problemen tun könnt und wie eure Bartpracht perfekt wird.

Bartpflegeprodukte: Worauf es wirklich ankommt

Bartpflege-Produkte gibt es wie Sand am Meer und jedes verspricht den Bart noch besser zu pflegen. Fakt ist allerdings, dass man lange nicht alles benötigt, was auf dem Markt angeboten wird. Im Gegenteil: Meistens reichen einige Basics vollkommen aus, um den Bart optimal zu pflegen. Grundsätzlich sind diese Produkte von eurer Bartfrisur und euren Haar- beziehungsweise Hauteigenschaften abhängig.

Längere Bärte wie ein Vollbart oder Ducktail Bart brauchen selbstverständliche etwas andere Pflegeprodukte als ein 3-Tage-Bart oder Schnurrbart. Dies liegt an der unterschiedlichen Länge der Haare sowie der betroffenen Areale im Gesicht.

Darüber hinaus sind natürlich die Barthaare und die Haut eines jeden Menschen sehr individuell und haben entsprechend unterschiedliche Pflegeansprüche. Die einen haben beispielsweise sehr trockene Haut und spröde Haare, während andere mit fettiger Haut und fettigen Haaren zu kämpfen haben. Selbstverständlich brauchen diese zwei Gruppen andere Produkte zur Bartpflege.

Bartpflege-Produkte-Basics: Diese Produkte braucht jeder

Zu den Basics der Bartpflege gehören tatsächlich lediglich drei Produkte, die ihr wirklich braucht:

  • Ein gutes Bartöl
  • Ein Trimmer beziehungsweise Rasierer
  • Eine einfache Schere

Mit diesen drei Produkten sorgt ihr bei den meisten Bartfrisuren schon für ein gepflegtes Erscheinungsbild. Solltet ihr eine besondere Bartfrisur haben, wie beispielsweise ein gezwirbelter Schnurrbart, dann benötigt ihr weitere Pflegeartikel. Auf diese kommen wir später zu sprechen.

Bartöl: Ein wichtiger Begleiter

Bartöl ist eines der wenigen Produkte, die für den Großteil der Bartträger wichtig ist. Lediglich bei sehr kurzen Barthaaren oder kleinen Bart-Arealen kann man vielleicht davon absehen. Ein 3-Tage-Bart hat beispielsweise so kurze Haare, dass Bartöl nicht wirklich notwendig ist. Gleiches gilt für den Soul-Patch, der sich auf ein so kleines Areal im Gesicht beschränkt, dass man auch hier nicht unbedingt Bartöl verwenden muss.

Bartöl Anwendung

Wofür ist Bartöl gut?

Bartöl hat drei wichtige Funktionen:

  • Es versorgt die Haut unterhalb des Bartes mit Feuchtigkeit und pflegt sie
  • Es sorgt für weichere Barthaare, die leicht glänzen und frischer wirken
  • Es verleiht dem Bart einen angenehmen Duft

Neben diesen drei Funktionen hilft Bartöl vor allem bei klassischen Problemen. Aufgrund der feuchtigkeitsspendenden und pflegenden Wirkung der Öle beugt es gegen Juckreiz, trockene Haut, Schuppen und spröde Barthaare vor.

Woraus besteht Bartöl?

Bartöl besteht aus verschieden Ölen, die hauptsächlich pflanzlicher Natur sind. Man unterscheidet hier zwischen den sogenannten Träger- beziehungsweise Basisölen und ätherischen Ölen. Die Basisöle machen den größeren Teil des Bartöls aus und sorgen für die pflegenden Eigenschaften. Die ätherischen Öle sind vor allem für den Duft verantwortlich, wobei auch diese manchmal pflegende Eigenschaften aufweisen.

Zu den Basisölen zählen beispielsweise:

  • Avocadoöl
  • Olivenöl
  • Mandelöl
  • Jojobaöl
  • Arganöl
  • Hanföl
  • Traubenkernöl
  • Aprikosenkernöl

Ätherische Öle stammen beispielsweise aus:

  • Zitrone
  • Limone
  • Mandarine
  • Orange
  • Lavendel
  • Holz

Bartöl richtig anwenden

Damit das Bartöl seine volle Wirkung entfalten kann, ist die richtige Anwendung besonders wichtig.

  1. Bartöl solltet ihr nach der täglichen Reinigung anwenden. Hierfür reinigt ihr euren Bart lediglich mit lauwarmen Wasser, tupft ihn mit einem Handtuch trocken und arbeitet dann das Öl ein.
  2. Das Öl muss immer bis zur Haut unter den Bart eingearbeitet werden, ansonsten kann es sie nicht mit Feuchtigkeit versorgen und pflegen.
  3. Die verwendete Menge ist von der Länge und Dichte des Bartes abhängig. Kleine Areale oder kurze Barthaare benötigen lediglich 2 bis 4 Tropfen. Bei längeren Bärten könnt ihr auch 4 bis 8 verwenden. Wichtig ist, dass euer Bart nicht fettig wirkt, sondern frisch und gesund. Sobald ihr das Bartöl ein paar mal angewendet habt, werdet ihr schnell die perfekte Dosierung finden. Eine allgemeingültige Empfehlung gibt es hier nicht.
  4. Das Bartöl soll überall im Bart verteilt werden und alle Haare sollten etwas von dem Öl abbekommen.

Ein guter Trimmer sowie Nassrasierer ist Pflicht

Ein gepflegter Bart steht und fällt mit sauberen Konturen und einer ordentlichen Bartlänge. Hierfür benötigt ihr einen Trimmer und einen Nassrasierer. Wahlweise kann man auch statt des Nassrasierers zum Barthobel oder Rasiermesser greifen. Ein Rasiermesser benötigt allerdings Übung.

Solltet ihr euch einen neuen Trimmer zulegen wollen, dann achtet vor allem auf unterschiedliche Aufsätze. Ein verstellbarer Millimeter-Aufsatz ist besonders dann wichtig, wenn ihr eine eher kürzere Bartfrisur tragt. Solltet ihr einen längeren Bart haben, dann sind natürlich Aufsätze für längere Haare essenziell.

Solange ihr kein Premium Gerät mit Luxus Funktionen möchtet, braucht ihr für einen Barttrimmer nicht sonderlich viel Geld ausgeben. Gute Barttrimmer gibt es bereits ab 40 Euro.

Neben dem Barttrimmer ist vor allem die Glatt-Rasur der Konturen wichtig. Hier solltet ihr darauf achten, dass eure Klinge immer scharf ist. Somit könnt ihr die Konturen sauber schneiden und vermeidet starke Hautirritationen.

Wie man richtig glatt rasiert in drei Schritten

  1. Die Haut und Haare vorbereiten: Hierfür reinigt ihr einfach das Gesicht vor der Rasur mit reichlich warmem Wasser. Die Wärme sorgt dafür, dass sich die Poren öffnen und die Haare weicher werden.
    Darüber hinaus solltet ihr Rasiergel oder Rasierschaum verwenden, um Hautirritationen vorzubeugen. Wer zu sehr trockener Haut neigt, sollte Rasieröl ausprobieren, da es die Haut noch besser mit Feuchtigkeit versorgt.
  2. Richtig rasieren: Die wichtigste Regel der Rasur ist, stets gegen die Wuchsrichtung zu rasieren, damit die Haare auch wirklich abgeschnitten werden. Dafür ist auch eine sehr scharfe Klinge wichtig, ansonsten zieht ihr an den Haaren, was zu starken Hautirritationen führt.
  3. Nach der Rasur: Sobald ihr die gewünschten Stellen glatt rasiert habt, solltet ihr ein gutes Aftershave nutzen. Dies desinfiziert die Haut, versorgt sie nach der Rasur mit Feuchtigkeit, pflegt sie und beugt Rasurbrand vor.

Eine Schere für einzelne störrische Haare

Auch wenn der Bart in Form gebracht wurde, gibt es manchmal einzelne Haare, die abstehen. Des Weiteren sind auch einige Stellen im Gesicht sehr schwierig mit dem Barttrimmer oder Nassrasierer zu erreichen.

Für solche Fälle benötigt ihr eine Schere. Aber muss es unbedingt eine Bartschere sein? Jein, denn es gibt auch einfache Haarscheren, die sehr ähnlich sind oder aber eine Nagelschere, die dahingehend auch einen guten Job leistet. Die klassische Papierschere ist meistens etwas schwergängig und es lässt sich nicht präzise damit arbeiten. Grundsätzlich kann man allerdings jegliche Art von Scheren benutzen.

Bartscheren

Spezielle Bartscheren sind leichtgängig, sehr scharf und teilweise an den Spitzen abgerundet, um das Verletzungsrisiko zu verringern.

Wie man seinen Bart wäscht oder: Ist ein Bartshampoo überhaupt notwendig?

Hier machen viele Anfänger einen Fehler. Grundsätzlich sollte man seinen Bart nicht zu oft mit Shampoo waschen, da es den natürlichen Talg entfernt und die Haut oft stark austrocknet. Stattdessen solltet ihr euren Bart eher selten (ungefähr zweimal die Woche) mit Shampoo waschen und bei der täglichen Routine lediglich auf lauwarmes Wasser zurückgreifen, denn zu warmes Wasser trocknet die Haut ebenfalls aus.

Bartshampoo Anwendung

Welches Shampoo ihr benutzt, hängt von eurem Haut- beziehungsweise Barttypen ab. Die meisten Männer können auch ein mildes normales Shampoo benutzen, ohne Probleme zu bekommen. Solltet ihr allerdings merken, dass sich eure Haut unterhalb der Barthaare sehr trocken anfühlt oder Schuppen bildet, dann könnt ihr auch spezielles Bartshampoo ausprobieren. Dies wirkt meistens weniger entfettend und ist stärker auf die Bedürfnisse der Barthaare und Gesichtshaut ausgelegt.

Tipp:

Wenn ihr besonders schonendes Shampoo nehmen möchtet, dann sollte dieses so mild und natürlich wie möglich sein. Klingt komisch, aber hier bieten sich vor allem Shampoos für Babys an, da diese strengeren Kontrollen als normale Pflegeprodukte unterliegen und nicht mit schädlichen Chemikalien versetzt sein dürfen.

Bartbürste und Bartkamm: Sind sie wirklich sinnvoll?

Bei diesem Thema muss zunächst einmal der Unterschied zwischen den zwei Produkten aufgezeigt werden: Eine Bartbürste ist mit Borsten bestückt, der Bartkamm ist ein klassischer Kamm, der sich durch weit auseinander stehende Zinken auszeichnet.

Die Bartbürste könnt ihr auch schon bei kürzeren Bärten verwenden, wobei der Kamm erst bei recht langen Barthaaren relevant wird.

Beide Produkte sind primär dazu da, um Knoten aus dem Haar zu lösen und den Bart in Form zu bringen. Bartbürsten werden darüber hinaus verwendet, um Pflegeprodukte wie Bartöl sowie den natürlichen Talg der Haut besser im Bart zu verteilen sowie ihn von Schuppen zu befreien.

Bartbürste und Bartkamm
Eine Bartbürste ist schon bei einem kürzeren Vollbart interessant. Einen Bartkamm benötigt man erst bei längeren Bartfrisuren.

Grundsätzlich kann man am Anfang jede Art von Bürste verwenden, um die Knoten zu entfernen. Eine spezielle Bartbürste ist eher ein Accessoires des passionierten Bartträgers.

Beim Kamm solltet ihr darauf achten, dass die Zinken weit auseinander stehen, damit ihr nicht unnötig Haare aus eurem Bart zieht. Grundlegend solltet ihr beim Kämmen eurer der Barthaare vorsichtig sein und nicht zu sehr ziehen. Der Kamm sollte geschmeidig hindurchgleiten.

Bartkamm Anwendung

Solltet ihr einen sehr langen Bart haben, dessen Haare sich stark kräuseln, dann könnte eine Rundbürste für euch wichtig werden. Mithilfe einer Rundbürste und einem Fön könnt ihr euren Bart glätten. Achtet nur darauf, nicht zu heiß zu föhnen, um die Haare und Haut nicht auszutrocknen oder zu schädigen.

Was ist Bartbalsam und wofür wird es verwendet?

Bartbalsam ist ein Pflegeprodukt, was nicht jeder Bartträger braucht. Es wird erst dann interessant, wenn ihr eine längere Bartfrisur tragt.

Bartbalsam hat ähnliche pflegende Eigenschaften wie ein Bartöl und erinnert von der Konsistenz an ein Bartwachs. Diese Merkmale machen es möglich, den Bart etwas in Form zu bringen, ihm mehr Struktur zu verleihen und gleichzeitig intensiv zu pflegen. Es sorgt auch dafür, dass eure Haare geschmeidiger werden.

Bartbalsam Anwendung

Bartbalsam besteht typischerweise aus unterschiedlichen Ölen, Buttersorten und Bienenwachs, wobei es auch vegane Alternativen ohne Bienenwachs gibt.

Das Schöne an Bartbalsam ist, dass man es auch mit Bartöl kombinieren kann. Ihr solltet lediglich darauf achten, dass die Düfte der beiden Produkte miteinander harmonieren und es grundsätzlich nicht “zu viel” wird.

Bartbalsam anwenden

Die Anwendung von Bartbalsam ist simpel:

  1. Wenn ihr Bartbalsam mit Bartöl kombiniert, dann solltet ihr erst das Öl und dann das Balsam in den Bart einarbeiten. Selbstverständlich solltet ihr euren Bart vor der Anwendung mit lauwarmem Wasser waschen.
  2. Nehmt ein wenig Bartbalsam aus dem Tiegel und verreibt ihn zwischen den Händen. Ihr werdet schnell merken, dass sich eine Art Creme bildet, die sich gut in den Bart einarbeiten lässt. Die Menge variiert je nach Länge und Dichte des Bartes. Grundsätzlich benötigt ihr allerdings nicht viel von dem Produkt. Eine fingernagelgroße Menge reicht meistens aus.
  3. Sorgt dafür, dass das Beard Balm den kompletten Bart erreicht. Am Ende könnt ihr ihn in Form bringen.

Bartwachs beziehungsweise Bartwichse: Wann und wofür wird es angewendet?

Das klassische Bartwachs – auch Bartwichse genannt – besteht meistens aus Bienenwachs und unterschiedlichen Ölen. Es ist weniger ein Pflegemittel, sondern wird zum Stylen eines Schnurrbarts benutzt. Hiermit könnt ihr eure Spitzen zwirbeln und sie in Form halten. Das Wachs zeichnet sich durch seine Härte aus, wobei es unterschiedliche Stufen gibt, die abhängig von eurem Bart beziehungsweise euren Barthaaren genutzt werden können.

Die Anwendung von Bartwachs ist relativ einfach:

Das Bartwachs ist aufgrund seiner härteren Konsistenz meistens schwierig mit den Fingern zu entnehmen. Stattdessen solltet ihr euren Fingernagel benutzen, um eine kleine Menge aus dem Tiegel zu kratzen. Als nächstes verreibt ihr das Wachs zwischen zwei Fingerspitzen und könnt nun damit euren Bart zwirbeln. Grundsätzlich kann man Bartwachs auch dafür verwenden, um längere Bärte in Form zu bringen. Wir empfehlen hierfür allerdings eher die Verwendung von Bartbalsam, da es den Bart geschmeidiger als das Wachs hält und darüber hinaus pflegt.

Über den Autor
Tim Schneller
Tim Schneller

Gründer von Gentlemans-Attitude.de, dem 2019 gegründeten Männermagazin rund um Genuss, Mode, Technik und Lifestyle. Als Whisky-Enthusiast und Mitglied der Scotch Malt Whisky Society schreibt er vor allem rund um das Thema Whisky. Aber auch andere Themen wie Mode, Technik und Lifestyle sind seine Leidenschaft.

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