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Der Wikinger Bart: So lasst ihr euch den rustikalen Bart wachsen und pflegt ihn richtig

Wikinger Bart

Spätestens seit der erfolgreichen Serie Vikings, in der Travis Fimmel den Wikinger Ragnar Lodbrok spielt, ist der rustikale Wikinger Bart auch bei uns wieder voll im Trend. Wir erklären euch, wie man sich den Bart wachsen lässt, ihn perfekt pflegt und wem diese Bartfrisur steht.

Wer kann den Wikinger Bart tragen?

Grundsätzlich kann man sagen, dass der klassische Wikinger Bart eigentlich nur eine weitere Variante des Vollbartes ist. Er ähnelt dabei aufgrund seiner langen Haare am Kinn vor allem dem sogenannten Ducktail Bart. Der Wikinger Bart zeichnet sich allerdings durch seine noch etwas rustikalere Form aus. Wo man beim Ducktail Bart sehr penibel darauf achtet, dass dieser stets seine charakteristische V-Form behält, können die Haare beim Wikinger Bart auch gerne etwas wilder wachsen.

Wer den Wikinger Bart übrigens besonders auffällig mag, der kann es den Figuren aus der Serie gleich tun und ihn sogar flechten. Hiermit seid ihr definitiv ein Hingucker im Alltag.

Beim Wikinger Bart ist es vor allem wichtig, dass er zum Charakter des Trägers passt, denn wer diese Bartform trägt, sollte von Grund auf der eher rustikale Typ sein. Was die Kopfform angeht, ist bei diesem Bart weniger zu beachten: Aufgrund der langen Haare am Kinn und den Wangen, lässt er den Kopf nicht unsymmetrisch wirken. Ein weiterer sehr wichtiger Aspekt ist allerdings der entsprechende Bartwuchs, denn ohne ihn wird es leider nichts mit dieser Bartfrisur. Mehr dazu allerdings im nächsten Kapitel.

Wie lässt man sich einen Wikinger Bart wachsen?

Da der Wikinger Bart lediglich eine Variante des Vollbartes ist, unterscheiden sich diese beiden Bartfrisuren in ihrer Wachstumsphase nicht voneinander. Lediglich die Dauer der Wachstumsphase ist beim Wikinger Bart deutlich länger, da die Kinnpartie typischerweise noch etwas ausgeprägter als beim Vollbart wachsen muss.

Als ersten Schritt solltet ihr also euren Bart erst einmal wachsen lassen. Je nach gewünschter Länge und individuellem Bartwuchs kann dies bis zu mehreren Monaten dauern.

Was den benötigten Bartwuchs anbelangt, ist der Wikinger Bart ähnlich wie der Vollbart etwas schwierig, denn ihr benötigt überall Haare und nicht nur an einer Stelle wie beispielsweise bei einem Ziegenbart. Besonders die Partien an den Wangen können bei manchen Männern allerdings herausfordernd werden, denn dort entstehen oft Löcher beziehungsweise Lücken. Sollten diese zu groß werden, wird es schwierig mit dem Wikinger Bart.

Ducktail Bart
Manch einer meint mit „Wikinger Bart“ eigentlich den klassischen Ducktail Bart (hier im Bild)

Wir empfehlen allerdings: Lasst den Bart erst einmal wachsen und probiert es aus! Oftmals entstehen zwar kleine Lücken, allerdings wachsen diese Haare manchmal auch erst später oder werden von den darüberliegenden verdeckt. Besonders bei dem sehr langen Wikinger Bart ist dies oftmals der Fall. Vor allem Löcher, die sich unterhalb des Kinns oder am Hals bilden, kann man deshalb auch meistens ignorieren.

Wichtig ist, dass ihr dem Bart Zeit zum Wachsen gebt. Es wird sicher mehrere Wochen oder auch mal Monate geben, in denen der Bart noch nicht so schön aussieht. Dies ist auch der Grund, weshalb viele Männer sehr schnell an dem Projekt scheitern. Wir empfehlen allerdings zu warten, denn es lohnt sich!

Während der Wachstumsphase werdet ihr mit den üblichen Wehwehchen, wie beispielsweise juckender Haut oder trockenen Barthaaren, konfrontiert werden. Hier hilft vor allem Bartöl und die richtige Reinigung des Bartes. Bartöl wird je nach länge ein- bis zweimal am Tag in den Bart und bis zur Haut eingearbeitet. Es sorgt vor allem dafür, dass eure Haut gepflegt und nicht zu trocken wird, was für das nervige Jucken und auch Schuppen verantwortlich ist. Darüber hinaus pflegt das Öl die Barthaare so, dass sie nicht spröde und trocken werden. Ein weiterer Vorteil: Das Bartöl verleiht eurem Bart einen angenehmen Duft. Wenn ihr mehr über Bartöl und seine Anwendung erfahren möchtet, dann lest gerne unseren ausführlichen Artikel zum Thema Bartpflege.

Langer Wikinger Bart

Neben dem Bartöl ist die Reinigung essenziell. Hier gilt: Weniger ist mehr. Besonders bei der täglichen Reinigung solltet ihr aufpassen, denn Shampoo trocknet die Haut aus, da es den natürlichen Talg der Haut entfernt. Verwendet Shampoo also am besten lediglich zwei- bis dreimal die Woche und reinigt euren Bart ansonsten nur mit warmem Wasser. Dies beugt Schuppen und trockener Haut vor. Solltet ihr trotzdem merken, dass eure Haut Probleme bereitet, dann könnt ihr auch auf sogenanntes Bartshampoo zurückgreifen. Es wirkt weniger entfettend als Shampoo für den Kopf und erhält somit die natürliche Talgschicht.

Ein weiterer wichtiger Aspekt des Wikinger-Bartes, ist die Form. Auch wenn der Bart eher rustikal wirken soll und Wildwuchs durchaus erlaubt ist, solltet ihr ihn morgens nach dem Duschen etwas in Form bringen. Bei besonders krausen Barthaaren könnt ihr mit einem Föhn und einer Rundbürste nachhelfen. Hierfür bürstet ihr die Haare und föhnt gleichzeitig an der Rundbürste entlang. Dies sorgt dafür, dass die Haare eher nach unten wachsen. Sollte euer Bart von Natur aus gleichmäßig nach unten wachsen, reicht regelmäßiges Kämmen aus.

Was das Stutzen des Bartes angeht, ist der Wikinger Bart aufgrund seines gewollt rustikalen Erscheinungsbildes eher einfach. Hier solltet ihr mit einer Schere und einem Trimmer immer mal wieder etwas nachjustieren. Besonders die Konturen am Hals sind wichtig, denn ansonsten sieht der Bart schnell ungepflegt aus. Anfängern empfehlen wir besonders für den ersten Schnitt immer den Besuch beim Friseur oder Barbier. Hier könnt ihr euch nämlich sehr viel abgucken. Solltet ihr bereits Erfahrung mit längeren Bärten und dem Stutzen dieser haben, dann könnt ihr es natürlich auch daheim vor dem Spiegel machen.

So pflegt ihr den Wikinger Bart

Auch wenn der Wikinger Bart rustikal wirken soll, ist besonders bei derart langen Bärten die entsprechende Pflege wichtig:

  • Nicht nur während der Wachstumsphase solltet ihr Bartöl verwenden, sondern auch wenn der Bart eure gewünschte Länge erreicht hat. Es sorgt dafür, dass die Haut sowie die Barthaare gesund bleiben und frisch aussehen.
  • Bei einem so langen Bart bleiben Verunreinigungen durch Essen leider nicht aus. Hier heißt es also: Regelmäßig reinigen. Wie im Abschnitt zuvor beschrieben, solltet ihr es allerdings mit Shampoo nicht übertreiben.
  • Regelmäßiges Trimmen des Bartes ist das A und O. Hierfür benötigt ihr eine Schere, einen Kamm, einen Nassrasierer sowie einen Barttrimmer mit unterschiedlichen Aufsätzen. Wer noch wenig Erfahrung damit hat, dem raten wir allerdings den Besuch beim Friseur. Sich selbst den Bart in die richtige Form zu trimmen benötigt sehr viel Übung und Geschick.
  • Bei solch einem langen Bart können die Barthaare schon mal widerspenstig sein und die Formgebung erschweren. Hierfür empfehlen wir sogenanntes Bartbalsam. Nicht nur, dass ihr damit den Bart in Form bringen könnt, das Wachs enthält darüber hinaus verschiedene Öle, die den Bart auch noch pflegen. Mehr dazu findet ihr hier.
Über den Autor
Tim Schneller
Tim Schneller

Gründer von Gentlemans-Attitude.de, dem 2019 gegründeten Männermagazin rund um Genuss, Mode, Technik und Lifestyle. Als Whisky-Enthusiast und Mitglied der Scotch Malt Whisky Society schreibt er vor allem rund um das Thema Whisky. Aber auch andere Themen wie Mode, Technik und Lifestyle sind seine Leidenschaft.

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