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Der Hipster-Bart: Zu wem er passt, wie man ihn wachsen lässt und perfekt pflegt

Hipster-Bart

Ihr tragt den klassischen Hipster-Look und möchtet ihn mit dem dazugehörigen Bart komplettieren? Dann seid ihr hier genau richtig, denn auch wenn der Hipster-Bart auf den ersten Blick anspruchslos aussieht, ist besonders diese Bartart gar nicht so einfach wachsen zu lassen und benötigt viel Aufmerksamkeit.

Der Bart ist wie sein Träger: Auf den ersten Blick sieht alles einfach und simpel aus, aber eigentlich ist der komplette Style durchdacht. Wir zeigen euch, wie man sich die Bartfrisur wachsen lässt, was sie ausmacht und wie man sie perfekt pflegt.

Zu wem passt der Hipster-Bart?

Wie der Name schon verrät, ist diese Form des Bartes vor allem dem „Hipster-Genre” zuzuordnen, wobei dies streng genommen gar nicht der Fall ist, denn im Grunde ist der Hipster-Bart eine Variation des klassischen Vollbarts. Solltet ihr also kein Hipster sein, kann sich dieser Bart trotzdem für euch eignen.

Die Bartform zeichnet sich durch ihre langen und dichten Barthaare aus, die auf den ersten Blick etwas wild aussehen. Wer den Look besonders auffällig tragen möchte, der kann den langen Vollbart mit einem gezwirbelten Schnurrbart kombinieren.

Was die Form des Gesichts anbelangt, eignet sich der Hipster-Bart für jeden, denn aufgrund seiner langen und dichten Haare an der Wange in Kombination mit der Kinnpartie wirken die Proportionen des Gesichts trotz Bart gleichmäßig.

Das größte Problem ist allerdings der benötigte Bartwuchs, denn eure Barthaare sollten recht dicht und lang wachsen. Kleine Löcher lassen sich meist gut kaschieren, allerdings haben viele Männer Probleme mit dem Bartwuchs an den Wangen. Hier lassen sich Löcher durch die meist weniger dicht wachsenden darüber liegenden Haare deutlich schlechter verdecken. Solltet ihr allerdings Probleme mit dem ein oder anderen Loch haben, empfehlen wir trotzdem das Projekt nicht an den Nagel zu hängen.

Schnurrbart mit Ziegenbart
Wer weniger Bartwuchs besitzt, kann seinen Hipster Look auch mit einem Knebelbart komplettieren.

Probiert es einfach aus, denn wie beim klassischen Vollbart sieht man erst nach mehreren Wochen oder sogar Monaten, ob die gewünschte Bartform möglich ist. Manche Barthaare wachsen auch langsamer als andere. Deshalb gilt: Gebt der Bartfrisur eine Chance und lasst sie einfach wachsen. Sollte es gar nicht klappen, dann lasst den Kopf nicht hängen und schaut euch einmal andere Bartfrisuren an. Perfekt eignet sich für einen Hipster auch ein gezwirbelter Schnurrbart oder ein Knebelbart.

Achtung: Finger weg von irgendwelchen “Wundermitteln”, die den Bart wachsen lassen sollen. Solche Mittel bestehen meistens aus purer Chemie, sind sehr teuer und können im schlechtesten Fall sogar Schaden anrichten.

Wie der Hipster-Bart wächst

Wie bereits erwähnt, ist der Hipster-Bart lediglich eine Variante des Vollbarts, weshalb das Prozedere bei diesen beiden Bartformen identisch ist. Für den Anfang müsst ihr lediglich eines tun: Abwarten und den Bart wachsen lassen. Hier ist es besonders wichtig, dass ihr euch von anfänglichen Löchern oder weniger dicht bewachsenen Stellen nicht abschrecken lasst. Diese wachsen später nach oder lassen sich mit anderen Haaren überdecken.

Wie lange die erste Phase dauert, hängt maßgeblich von eurem individuellen Bartwuchs und eurer gewünschten Länge ab. Es kann also auch mehrere Monate dauern, bis ihr eure Wunschlänge erreicht habt.

Hipster Bart ohne gezwirbelten Schnurrbart

Während dieser Phase ist es wichtig, dass ihr euren Bart richtig pflegt. Wer sich noch keinen längeren Bart hat wachsen lassen, der wird mit dem klassischen Problem konfrontiert: Juckende Haut. Sollte euer Bart anfangen zu jucken, ist es Zeit, Bartöl zu verwenden. Bartöl sorgt dafür, dass die Haare geschmeidig bleiben und darüber hinaus versorgt es die darunterliegende trockene Haut, welche primär für das Jucken verantwortlich ist, mit Feuchtigkeit. Die enthaltenen ätherischen Öle im Bartöl wirken allerdings nicht nur dem Austrocknen entgegen, sondern versorgen die Haut und Haare mit weiteren pflegenden Stoffen, damit sie gesund bleiben. Je nach Länge des Bartes solltet ihr morgens ein paar Tropfen einarbeiten. Die genaue Anwendung und Dosierung von Bartöl könnt ihr in unserem Artikel zu Bartpflege nachlesen.

Ein weiterer wichtiger Aspekt bei besonders langen Bärten ist die Reinigung. Ihr solltet euren Bart regelmäßig waschen. Für die tägliche Reinigung reicht lauwarmes Wasser. Zwei- bis dreimal die Woche solltet ihr euren Bart mit Shampoo waschen. Für die meisten Menschen ist das Shampoo, welches für den Kopf verwendet wird, vollkommen in Ordnung. In einigen Fällen kann das Shampoo allerdings auch zum Austrocknen der Haut beitragen (dies ist auch der Grund, weshalb man seinen Bart nicht jeden Tag mit Shampoo waschen sollte). Kommt es bei euch dazu, dann solltet ihr spezielles Bartshampoo ausprobieren. Es wirkt weniger entfettend und erhält die natürliche Talgschicht der Haut.

Neben dem Bartöl und der Reinigung ist vor allem das Trimmen des Hipster-Bartes essenziell, denn ansonsten sieht man schnell ungepflegt aus und kommt in Versuchung, das Projekt frühzeitig zu beenden. Wenn ihr noch keine Erfahrung mit langen Bärten beziehungsweise dem Schneiden dieser habt, dann empfehlen wir die Grundform beim Friseur oder Barbier schneiden zu lassen, denn wenn diese einmal gegeben ist, könnt ihr euch daran orientieren und die Haare auch daheim wieder in die richtige Form bringen. Wichtig ist, dass ihr eurem Friseur den Wunsch nach eurer neuen Bartfrisur mitteilt, denn ansonsten wird auch mal schnell zu viel weggeschnitten. Wundert euch allerdings nicht, wenn euer Friseur auch mal die Spitzen etwas in Form bringt – das ist normal.

Solltet ihr das Trimmen eures Bartes zuhause ausprobieren wollen, dann benötigt ihr das übliche Werkzeug: Einen guten Trimmer mit unterschiedlichen Aufsätzen, einen Kamm, eine Schere für einzelne störrische Haare sowie einen Nassrasierer für die Konturen.

So wird der Hipster-Bart perfekt gepflegt

Auch wenn der Hipster-Bart eher natürlich aussehen soll, ist die Pflege von langen Bärten besonders wichtig. Die langen Haare sorgen dafür, dass die Haut darunter weniger Luft abbekommt und die Barthaare können nach einer gewissen Zeit spröde und matt wirken.

  • Für einen gesunden und schönen Hipster-Bart ist die tägliche Verwendung von Bartöl essenziell. Das Öl sorgt nicht nur für gesunde Haut und schöne glänzende Barthaare, sondern verleiht eurem Bart darüber hinaus auch einen angenehmen Duft.
  • Wie bereits im Abschnitt zum Wachstum erklärt, müsst ihr euren Bart regelmäßig waschen. Hier solltet ihr allerdings nicht übertreiben und lediglich zwei- bis dreimal die Woche Shampoo verwenden. Ansonsten trocknen Haut und Haare schnell aus. Dies kann zu Schuppen und spröden Barthaaren führen.
  • Neben dem Bartöl könnt ihr sogenanntes Bartbalsam verwenden. Bartbalsam ist eine Mischung aus Bartöl und Bartwachs. Es hat eine wachsige Konsistenz, enthält dabei allerdings auch unterschiedliche Öle, die den Bart pflegen. Hiermit habt ihr also nicht nur pflegende Eigenschaften, sondern könnt damit primär euren Bart beziehungsweise widerspenstige Haare in Form bringen. Mehr zur Anwendung und zu den Inhaltsstoffen von Bartbalsam findet ihr hier.
  • Damit euer Bart stets gepflegt aussieht, solltet ihr immer wieder die Konturen schneiden und eure Barthaare trimmen. Auch wenn der Hipster-Bart etwas Natürliches haben soll, kann dieser schnell ungepflegt aussehen, wenn ihr ihn nicht hin und wieder schneidet.
  • Solltet ihr euch den Schnurrbart zwirbeln wollen, dann ist übrigens die Verwendung von Bartwichse (auch Bartwachs genannt) Pflicht.
Über den Autor
Tim Schneller
Tim Schneller

Gründer von Gentlemans-Attitude.de, dem 2019 gegründeten Männermagazin rund um Genuss, Mode, Technik und Lifestyle. Als Whisky-Enthusiast und Mitglied der Scotch Malt Whisky Society schreibt er vor allem rund um das Thema Whisky. Aber auch andere Themen wie Mode, Technik und Lifestyle sind seine Leidenschaft.

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